Ein Umzug ins Eigenheim ist ein Grund zur Freude. Er ist das Ende einer aufregenden Zeit: dem Neubau oder der Sanierung und Renovierung beim gekauften Haus. So sehr Sie auch auf den Tag des Umzugs hinfiebern, so sehr sollten Sie sich darauf besinnen, dass auch der Einzug in Stress ausarten kann. Dieser Ratgeber gibt Ihnen wichtige Tipps, damit Sie so entspannt wie möglich Ihr Eigenheim beziehen können.
Umzug ins Eigenheim – 11 wichtige Tipps!
Wie kann der Umzug ins Eigenheim ohne Pannen und möglichst stressfrei gelingen? Lesen Sie dazu elf wichtige Tipps.
Frühzeitig mit der Umzugsplanung beginnen
Ein Umzug ins Eigenheim ohne Plan bedeutet Chaos. Stressfreier geht es mit einer To-do-Liste, die Sie schrittweise abhaken. Beginnen Sie mindestens drei Monate im Voraus damit, den Umzug zu organisieren. Denn spätestens dann müssen Sie Ihre Mietwohnung kündigen. Verzögern Sie die Vorbereitungsarbeiten, kann Sie das ein oder mehrere Mieten kosten.
Umzugsbudget realistisch kalkulieren
Damit es keine bösen Überraschungen gibt, schauen Sie auf Ihre Konten, um zu erfahren, wie viel professionelle Hilfe Sie sich bei den Umzugsarbeiten leisten können. Um realistische Entscheidungen treffen zu können, brauchen Sie eine Vorstellung davon, aus welchen Positionen sich die Umzugskosten zusammensetzen.
Entfernung beeinflusst Umzugskosten
Zunächst ist die Entfernung zwischen Ihrer alten Wohnung und Ihrem Eigenheim relevant. Führt Sie der Umzug in eine neue Region oder in ein anderes Bundesland? Dies kann die Höhe der Umzugskosten beeinflussen. Denn je weiter der alte und der neue Wohnort auseinanderliegen, desto mehr berechnet Ihnen das Umzugsunternehmen. Dies trifft auch zu, wenn Sie den Umzug ohne professionelle Hilfe organisieren.
Günstiger Umzug mit wenig Hausrat
Zudem erhöhen sich die Umzugskosten mit der Quadratmeterzahl Ihrer alten Wohnung. Je größer Ihr jetziges Zuhause ist, desto mehr Möbel und Hausrat werden sich darin befinden. Die Menge des Umzugsgutes in Kubikmetern bestimmt den Preis, denn die Umzugsfirma benötigt bei einer hohen Kubikmeterzahl ein größeres Fahrzeug und mehr Umzugshelfer als bei einer kleinen Wohnung. Dies trifft ebenfalls zu, wenn Sie einen Transporter mieten. Nehmen Sie einen Full-Service- oder Komfort-Umzug in Anspruch, spüren Sie dies bei einer großen Menge an Hausrat deutlich in Ihrem Portemonnaie.
Diverse zusätzliche Kosten bei einem Umzug
Außerdem kommen Kosten für das Verpackungsmaterial einschließlich der Umzugskartons hinzu. Führen Sie Ihren Umzug selbst durch, kostet Sie das die Miete des Umzugswagens und Benzin. Zusätzlich brauchen Sie Budget für die Entlohnung der Umzugshelfer sowie für deren Bewirtung.
Haben Sie wertvolle Güter, empfiehlt sich eine Umzugsversicherung. Zu den Umzugskosten zählen ebenfalls die Renovierungsarbeiten. Diese fallen für die neue Wohnung an – wenn Sie ein gebrauchtes Eigenheim gekauft haben – und für die alte Wohnung.
Sinn ergibt es zudem, die Kosten für eine Halteverbotszone vor dem alten und dem neuen Zuhause in Kauf zu nehmen. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass der notwendige Platz für Umzugswagen und Möbellift für die Zeit des Umzugs frei bleibt. Für die Miete der Halteverbotsschilder, für den Aufstellservice und für die Genehmigung fallen jeweils siebzig bis zweihundert Euro an – plus hundert Euro Kaution für die Schilder.
Zudem brauchen Sie Geld für die Ummeldung Ihrer Familie und für Ihren Hund. Auch der Nachsendeauftrag ist nicht umsonst.
Renovierungen vor dem Einzug erledigen
Bevor Sie in Ihr Eigenheim einziehen, prüfen Sie, ob Reparaturen und Renovierungsarbeiten notwendig sind. Wie sehen die Böden aus? Brauchen Sie neue Beläge, weil sie weder zu säubern noch zu reparieren noch abzuschleifen sind? Testen Sie zudem, ob sich die Türen und Fenster richtig öffnen und schließen lassen. Und vergessen Sie nicht, die Elektrik und die Sanitäranlagen zu überprüfen. Funktionieren sämtliche Steckdosen? Sind die Wasserhähne und die Siphons dicht? Funktionieren Toilettenspülung, Badewanne und die Dusche ordnungsgemäß?
Die Renovierung eines Eigenheimes macht viel Arbeit. Oft bleibt bis zum Einzug nicht ausreichend Zeit, um alles zu erledigen. Jedoch sollten die wichtigsten Arbeiten vor dem Einzug fertig werden. Befinden sich Umzugskartons und Möbel im Raum, werden die Arbeiten komplizierter und langwieriger. Setzen Sie Prioritäten und beginnen Sie mit den Dingen, die die Nutzung Ihres Eigenheimes beeinträchtigen. Dazu zählen die Elektrik und tropfende Wasserhähne sowie die Toilettenspülung. Anschließend kümmern Sie sich um die Schönheitsreparaturen. Dazu gehören neu gestrichene Wände und Decken sowie neue Tapeten und Böden.
Umzugstermin sinnvoll festlegen
Schwierig beim Bau eines Eigenheimes ist es, den Umzugstermin sinnvoll festzulegen. Planen Sie Ihren Umzug daher rechtzeitig. Nehmen Sie Kontakt mit den Ämtern und Handwerkern auf, um in Erfahrung zu bringen, wann diese Ihre Arbeiten abgeschlossen haben. Bedenken Sie, dass der Bau danach noch abgenommen werden muss. Besprechen Sie mit den Beteiligten rechtzeitig die Termine. Dazu planen Sie noch zwei Monate Verzögerungszeit ein.
Umzugsunternehmen oder Eigenorganisation?
Steht der Einzugstermin fest, entscheiden Sie, ob Sie einen DIY-Umzug planen oder Unterstützung beim Umzug in Hannover oder in einer anderen Stadt in Anspruch nehmen.
Mit einem geringen Budget liegt es nahe, dass Sie versuchen, Ihren Umzug selbst in die Hand zu nehmen. Sie sparen dabei einiges an Kosten ein, aber die harte Arbeit ist nicht zu unterschätzen. Diese Art, umzuziehen, eignet sich, wenn Sie kräftige Helfer und Organisationstalente zu Ihren Freunden und Bekannten zählen.
Anders sieht es aus, wenn Sie sich in einem fortgeschrittenen Alter befinden oder Bekannte mit sich selbst beschäftigt sind. In dieser Situation ist ein Umzugsunternehmen die bessere Wahl. Ebenso verhält es sich, wenn sie in eine andere Region ziehen oder ins Ausland. Bedenken Sie jedoch, dass professionelle Hände auch viel Geld kosten. Jedoch ist das Angebot an Dienstleistungen groß. Auf Wunsch organisieren Umzugsunternehmen das Vorhaben ganz und packen sogar ihre Kisten. Zuvor fotografieren sie, wo was steht, und packen im neuen Eigenheim den Hausrat genauso wieder ein. Herumstehende Kisten gibt es nicht mehr und auch die Kartons nehmen die Umzugshelfer wieder mit. Am Abend nach dem Einzug schlafen Sie in einer gewohnten Umgebung entspannt ein.
Möbel und Kartons systematisch packen
Damit der Umzug reibungslos abläuft und Sie Ihre Siebensachen schnell wiederfinden, beginnen Sie frühzeitig damit, die Umzugskartons zu packen. Dabei können Sie Überflüssiges und defekte Sachen gleich aussortieren.
Beginnen Sie mit Dekorationsartikeln, Büchern und mit Kleidung, die nicht der aktuellen Saison entspricht. Gehen Sie dabei geplant und Zimmer für Zimmer vor. Dieses Zonensystem hat sich bewährt. Damit Sie später noch wissen, in welchen Raum der Umzugskarton gehört, versehen Sie ihn mit dessen Namen und/oder mit einem Farbcode. Zudem empfiehlt es sich, die Kartons durchzunummerieren und für jeden Karton eine Packliste anzulegen. Diese bewahren Sie gesammelt außerhalb der Kartons auf. So können Sie jederzeit nachlesen, was sich in welchem Karton befindet.
Zum Sichern von Gläsern und Geschirr verwenden Sie Geschirrtücher, Kleidung und anderes weiches Polstermaterial aus Ihren Schränken. Gläser sollten einzeln eingewickelt werden, stehend in den Karton. Denken Sie daran, auch die Zwischenräume auszupolstern. Für Elektroartikel ist die Originalverpackung empfehlenswert. Anderenfalls machen Sie es wie mit dem Geschirr. Die Teile gut polstern und in einen Umzugskarton transportieren. Ist besondere Vorsicht geboten, schreiben Sie einen Hinweis auf den Karton.
Damit Sie nicht noch am Abend des Umzugs die Kartons aufreißen müssen, packen Sie einen Koffer oder eine Umzugskiste, in der sich alles befindet, was Sie für die erste Nacht benötigen. Dazu gehören Hygieneartikel, Toilettenpapier, ein Wasserkocher, Snacks, Bettwäsche und Kleidung zum Wechseln. Zudem empfiehlt es sich, eine Box mit Reinigungsmitteln und den wichtigsten Werkzeugen zusammenzustellen.
Doch einiges darf nicht in die Umzugskartons. Dazu gehören brennbare Reiniger, Batterien und Spraydosen. Fahren Sie vor dem Umzug einmal einzeln zu Ihrer neuen Wohnung und nehmen Sie die gefährlichen Dinge mit.
Ebenso verfahren Sie mit Ihren wichtigen Dokumenten, Medikamenten, Wertsachen und anderen persönlichen Gegenständen, die nicht verloren gehen dürfen.
Mit System gehen Sie auch bei den Möbeln vor. Größere Möbel zerlegen sie. Die dazugehörigen Kleinteile und Schrauben packen Sie in kleine Beutel und befestigen diese direkt an dem Teil des Schrankes, zu dem sie gehören. Schubladen kleinerer Schränke sichern Sie mit Kreppband. Dieses lässt sich einfach und rückstandslos wieder entfernen.
Wichtige Verträge und Adressen ummelden
Ziehen Sie um, müssen Sie den Behörden, den Banken und Kreditunternehmen sowie der GEZ Ihre neue Adresse mitteilen. Zudem benötigen die Rentenversicherung und andere Versicherer Ihre neue Adresse. Denken Sie daran, diese auch den Schulen Ihrer Kinder, den Kindergärten und den Vereinen mitzuteilen. Überlegen Sie, bei wem Sie Abonnements abgeschlossen haben. Auch diese Unternehmen benötigen Ihre neue Anschrift.
Für diese Angelegenheiten haben Sie bis zu zwei Wochen nach dem Umzug Zeit. Fragen Sie vorsichtshalber nach. Informieren Sie sich auch gleich, ob Sie vorstellig werden müssen, ob es Formulare dafür gibt oder ob Sie sich online ummelden können.
Stellen Sie zudem sicher, dass Sie zum Zeitpunkt Ihres Umzugs über Strom und Wasser verfügen. Dazu müssen Sie die Verträge vor dem Einzug in Ihr Eigenheim frühzeitig abschließen. Empfehlenswert ist es zudem, dass Sie über WLAN und Telefon oder zumindest über den Mobilfunk erreichbar sind.
Neue Nachbarschaft kennenlernen
Sind Sie eingezogen, ist es an der Zeit, Ihre Nachbarschaft kennenzulernen. Stellen Sie sich Ihnen vor und laden Sie bei dieser Gelegenheit gleich zu einer Einweihungsparty oder zum gemütlichen Grillen oder Kaffeeklatsch ein.
Haus und Technik beim Einzug prüfen
Beim Einzug empfiehlt es sich, direkt nach dem Einbau von Möbeln zu prüfen, ob alles korrekt eingebaut und installiert wurde. Prüfen Sie, ob das Heißwasser läuft und ob alle Hähne und Wasseranschlüsse dicht sind. Testen Sie außerdem die Küchengeräte. Werden Kühltruhe und Kühlschrank kalt? Funktionieren Herdplatten, der Backofen und die Mikrowelle? Zudem sollten Sie testen, ob die Schränke und Schubladen richtig schließen. Dies gilt für alle Räume. Prüfen Sie zudem noch einmal alle Steckdosen und Sanitäranlagen. Gehen Sie durch das ganze Haus und untersuchen Sie es auf technische Mängel.
Garten und Außenbereiche planen
Den Garten und andere Außenbereiche planen Sie aus Kostengründen bestenfalls zeitgleich mit dem Hausbau. Dadurch vermeiden Sie unnötigen Erdaushub. Zum Außenbereich gehören Hänge, Carports, Garagen und Stützmauern. Zudem zählen Abwasseranlagen und Stromleitungen für die Wege und Gartenbeleuchtung dazu. Planen Sie mit Bedacht, verlegen Sie zusätzlich Leerrohre, sodass Sie später auf dem gesamten Grundstück Beleuchtungen und Stromanschlüsse nachrüsten können.
Den Einzug entspannt feiern und ankommen
Ist der Einzug geschafft – und die Kisten sind größtenteils eingeräumt – kehren Ruhe und Gemütlichkeit ein. Sind Sie auch geistig daheim angekommen, ist es Zeit für eine Einweihungsparty, bei der Sie mit Ihrer Familie, Freunden und Nachbarn Ihren neuen Lebensabschnitt im Eigenheim beginnen können.
